Sollte ich für Vollkorn-Sauerteigbrot ein festes oder ein flüssiges Anstellgut verwenden?
Das sind zwei verschiedene Dinge, daher die Verwechslung. Fest bezieht sich auf die Hydration des Anstellguts, 50 bis 60 Prozent Wasser, während 1:5:5 ein Fütterungsverhältnis ist; du kannst ein festes Anstellgut mit 1:5:2,5 füttern (die Hälfte des Wassers). Für Vollkorn bevorzugt Hendrik generell das feste Anstellgut, weil es die Hefeaktivität steigert und den Glutenabbau verlangsamt, was bei schwereren Mehlen hilft. Du kannst also beides haben: ein festes Anstellgut, gefüttert mit einem 1:5 Mehlverhältnis.
Beantwortet von Hendrik, The Bread Code
Aus dem Buch
Je nachdem, welches Mehl dir zur Verfügung steht, verändert sich der Typ des Anstellguts. Mit mehr bakterieller Aktivität verbrauchen deine Mikroben mehr Gluten. Wenn du also einen freistehenden Laib backen möchtest, brauchst du ein Mehl mit mehr Gluten. Je mehr Gluten vorhanden ist, desto mehr davon kann abgebaut werden, während der Teig dennoch zusammenhält. Wenn du in einem Land lebst, in dem das Klima für den Weizenanbau nicht ideal ist, und dir nur schwächere Mehle zur Verfügung stehen, kann sich ein festes Anstellgut empfehlen. Das feste Anstellgut steigert die Hefeaktivität und verringert die bakterielle Aktivität. Wenn du ein sehr saures Brot anstrebst und ein sehr starkes Weizenmehl hast, kannst du versuchen, mit einem flüssigen Anstellgut zu experimentieren. Der entscheidende Unterschied zwischen allen Anstellgut-Varianten liegt darin, wie viel Wasser im Anstellgut verwendet wird. Das reguläre Anstellgut hat ein Verhältnis von Mehl zu Wasser von 1:1. Das flüssige Anstellgut hat ein Wasser-zu-Mehl-Verhältnis von 5:1, und das feste Anstellgut enthält halb so viel Wasser wie Mehl, wie in Tabelle 4.1 zusammengefasst.
Wo dies gefragt wurde
The Perfect Whole Wheat Sourdough Bread | Full MasterclassNicht ganz deine Frage? Frag Loafy